Wurminfo

Ich habe ja schon angedeutet, dass ich viel gelesen habe in letzter Zeit, also muss ich jetzt wohl auch viel darüber schreiben.

Das Buch, um das es geht, stand schon lange auf meiner Liste. Ich wurde wahrscheinlich in der Schule zum ersten mal damit konfrontiert. Und jetzt habe ich es auch endlich mal gelesen.

buecherwurm

Paul Watzlawicks “Anleitung zum Unglücklichsein“ ist in der psychologischen Fachliteratur schon lange ein Klassiker. Vor allem in Zeiten in denen alle Welt nur noch glücklich sein will, sollte man noch mal einen Blick in dieses Buch werden. Denn schon der Einband verrät, wenn man glücklich sein will, muss man die Hinweise des Buches einfach nur umkehren.

Ganz so einfach ist es vielleicht nicht, aber es zeigt dem Leser doch sehr deutlich, wie viel eigene Schuld man am eigenen Unglück eigentlich hat. Watzlawick zeigt sehr deutlich, dass wir uns oft in unseren Hirngespinsten verlaufen und uns von der realen Welt entfernen. In dem wir weniger kommunizieren und mehr unsere eigenen Schlüsse ziehen, können wir Unglück ganz einfach selber herbeiführen, vor allem auf zwischenmenschlicher Ebene.

Ein sicherer Weg ins Unglück ist natürlich auch sich immer mit anderen Menschen zu vergleichen und sich zu fragen, was die anderen wohl über uns denken.

Viele dieser Dinge weiß man vielleicht selber, aber sie von einem Buch nochmal so genau und in alltäglichen Beispielen vorgeführt zu bekommen, ist dann doch etwas anderes.

Wir werden also nicht mit Fachwörtern und -wissen erschlagen, sondern bekommen einfach nur einen Spiegel vor unser eigenes Leben gehalten. Das sorgt dafür, dass man angesichts bitterer Wahrheiten immer wieder mal schmunzeln oder sogar Lachen muss.

Obwohl er sich nicht immer allgemein verständlich ausdrückt, versteht man auch beim schnellen Lesen immer wieder was Watzlawick eigentlich sagen möchte und so hat er in diesem ziemlich dünnen Buch viele Weisheiten aufgelistet.

Für mich ist dieses Buch vollkommen zu recht ein absoluter Klassiker und ich würde es jedem meiner Leser mal empfehlen, falls ihr es noch nicht kennt.

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Viel mehr bleibt mir dazu also nicht zu sagen und ich wünsche euch erst mal einen schönen Tag und auch schöne Ostern, denn ich muss über Ostern arbeiten und weiß noch nicht ob ich Zeit und Elan dazu habe, euch noch mal was zu schreiben.

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Wurminfo

Urlaub ist was herrliches. Man kommt endlich mal wieder zum Lesen, also so richtig, mein ich. Nicht nur mal hier und da ein paar Seiten. Ich habe wirklich einiges geschafft. Das erste Buch, möchte ich hier kurz vorstellen.

buecherwurm

“Wassermelone“ von Marian Keyes. Ich bin dem Namen der Autorin hin und wieder begegnet, aber ich konnte mich nie durchringen, etwas von hier zu lesen. Zum Teil liegt das sicherlich daran, dass ihre Bücher einfach unglaublich dick sind. Trotzdem war ich letztens in der Bibliothek und bin bei ihrem Namen stehen geblieben und habe mir das dünnste Buch genommen, was ich finden konnte. Nur für alle, die den Titel des Buches nicht richtig deuten können, es ist ein absoluter Frauenroman.

Kommen wir zum Inhalt. Claire ist in ihren besten Jahren. Sie hat den besten Mann, den sie sich vorstellen kann und ein tolles Leben. Als Krönung ihres perfekten Daseins bringt sie eine perfekte kleine Tochter zur Welt. Doch ihr Mann James findet ihr Leben wohl nicht so perfekt. Direkt nach der Geburt hat er die fixe Idee Claire zu verlassen und zwar für eine Nachbarin, mit der er sich schon seit ein paar Monaten trifft.

Claire zieht also wieder zu ihren Eltern und zwei ihrer jüngeren Schwestern und versinkt im Selbstmitleid. Wie man das halt so macht nach einer Trennung. Sie durchläuft (sehr detailliert) die klassischen Phasen. Ihre Familie leidet also ebenso unter der Trennung, denn sie bekommen alles ab.

Erst als ihre jüngste Schwester Helen einen Kommilitonen mit nach Hause bringt, ändert sich irgendwie alles. Claire schminkt sich endlich wieder und zieht sich ordentlich an. Sie geht wieder mit Freunden aus und fühlt sich wieder begehrenswert. Und sie ist definitiv verliebt in den Mann, der sich eigentlich mit ihrer Schwester trifft, Adam. Genau jetzt kommt auch der Punkt an dem es kompliziert und auch interessant wird.

Sie trifft sich mit Adam, kümmert sich um ihre Tochter, treibt ihre Eltern nicht mehr in den Wahnsinn und versucht herauszufinden, was Adam eigentlich will. Obwohl sie unglaubliche Gewissensbisse hat, schläft sie schließlich mit ihm.

Und James kommt wieder ins Spiel. Und nicht einfach nur, wie es im normalen Leben wäre, um alles zu klären und mal seine Tochter zu sehen, sondern tatsächlich um Claire zurück zu bekommen.

Mehr verrate ich jetzt nicht. Über viele Seite hinweg, fand ich das Buch eindeutig zu lang. Ich habe mich sooft gefragt, warum man es nicht einfach ein bisschen kürzen kann. Gar nicht mal viel, aber ich weiß selber, wie es ist in Selbstmitleid zu versinken. Das muss ich mir nicht 3 mal auf 40 Seiten durchlesen.

Es ist total schön geschrieben für Frauen, die gerade Männer hassen wollen. Ich gebe zu, es gab viele Momente, in denen ich mich gefragt habe, was ich eigentlich an meinem Freund finde. Bis zu dem Moment in dem er wieder auftaucht, ist James der perfekte Ehemann. Und danach ist es eben Adam, denn der perfekte Ehemann hat sich in ein totales Arschloch verwandelt (Entschuldigt bitte die Wortwahl, aber wenn ihr wüsstet, wie er versucht Claire zurückzubekommen, würdet ihr mir zustimmen. Wie kann ein Mann nur so mies sein??).

Okay, also der Schreibstil ist gut. Dagegen kann man einfach nichts sagen. Ich habe viel gelacht, ich wollte weinen, ich konnte mich emotional ohne weiteres in Claire einfühlen. Was mich allerdings ein klein wenig gestört hat, sind sie vielen Klischees in dem Buch. Claire hatte irgendeinen typischen Job, in dem sie typisch unglücklich war. Sie hatte eine angeblich perfekte Beziehung, die dann natürlich zerbrochen ist (ist eigentlich schon mal jemandem aufgefallen, dass die perfekten Beziehungen nie halten? Alle die zusammen bleiben, streiten sich ständig und passen nie zusammen.) James ist ein typischer Arschloch-Mann und im Gegensatz dazu ist Adam einfach nur absolut perfekt. Auch das Ende war nicht besonders überraschend. Aber schön war es trotzdem und auch wenn man die Antwort eigentlich weiß, fibert man die ganze Zeit mit, ob sie sich kriegen oder nicht.

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Alles in allem ist es ein typischer Frauenroman. Mögt ihr so was? Habt ihr eine Autorin, die ihr empfehlen könnt? Habt ihr euch in letzter Zeit an einen neuen Autor ran getraut?

Ich hoffe, dass ich es schaffe, mich morgen nochmal zu melden. Bis dahin wünsche ich euch einen schönen Abend.

Top Ten Tuesday

So, weil heute Mittwoch ist, schiebe ich euch gleich noch den Top Ten Tuesday hinterher. Die Amerikaner haben sich mal wieder etwas einfallen lassen, was mich schon ein wenig vor eine Herausforderung stellt. Heute sollen wir unsere liebsten Kinderbücher auflisten. Das stellt mich schon ein wenig vor ein Problem, weil es solange her ist und ich mich nicht mehr genau erinnern kann, was ich eigentlich alles gelesen habe. Aber ich versuch mal mein Glück.

BuecherMitKatze

Katze, Hund und Kunterbunt – Christoph Eschweiler. Das war das erste Buch, was ich selbst gelesen habe. Es ist so eins mit vielen Bildern und auch Bildern, die die Wörter ersetzen, damit man nicht jedes Wort gleich lesen muss. Mein Vater hat mich dazu gezwungen, es ihm vorzulesen und ich fand das damals unglaublich anstrengend. Ich hab ihn damals wahrscheinlich dafür gehasst, aber heute kann ich ihm nur dankbar sein, weil ich sonst vielleicht immer noch nicht lesen könnte.

Die dampfenden Hälse der Pferde im Turm zu Babel – Franz Fühmann. Ich glaube kaum, dass ich es als Kind über die ersten Kapitel hinaus geschafft habe, aber die haben es mir angetan. Später habe ich natürlich auch das ganze Buch gelesen. Fühmann hat einfach nur ein Meisterwerk der deutschen Sprache geschaffen. Selten habe ich ein Buch erlebt, was soviel Spaß an Sprache machen kann. Gern hätte ich öfter die Zeit, es zu lesen.

Struwwelpeter – Heinrich Hoffmann. Ich konnte es auswendig! Meine Eltern mussten uns das jeden Abend vorlesen. Mindestens eine der schönen Geschichten. Eigentlich sollte es Kinder belehren, aber wir fanden es einfach lustig und haben es geliebt. Muss ich noch mehr sagen? Wer dieses Buch nicht kennt, hat keine Kindheit gehabt.

Max und Moritz – Wilhelm Busch. Das fällt in die gleich Kategorie und war bei uns eigentlich auch in einem Buch zusammengefasst, aber ich wollte es trotzdem extra erwähnen, da es ja nicht immer mit dem Struwwelpeter verbunden ist. Ansonsten gilt dasselbe, was oben schon steht. Ich wiederhole das jetzt nicht alles nochmal.

Nickel spielt Lehrerin – Achim Bröger. Das habe ich auch geliebt! Und bestimmt 50 mal gelesen. Es war ja auch nicht besonders dick. Nickel ist frustriert von ihrem Schultag und geht zu ihrem Nachbarn. Der wohnt in ihrer Wand und kann alle ihre Wünsche in Erfüllung gehen lassen. Also wird sie selbst Lehrerin und sieht wie schwer das eigentlich alles ist. Diese Geschichte ist so verschroben und verrückt und lustig, dass sie jedes Kind kennen sollte.

Brando – Mikael Engström. Eigentlich habe ich dieses Buch als Kind noch gar nicht gekannt, sondern habe es im Studium erst gelesen, aber es ist einfach nur toll. Total niedlich beschreibt es eine verrückte Geschichte. Vielleicht ist sie eher für Jungs als für Mädchen, aber jedem Erwachsenen zeigt sie die Welt aus Kinderaugen.

Rennschwein Rudi Rüssel – Uwe Timm. Es war glaub ich das erste Buch, dass ich in der Schule lesen musste und damals fand ich das noch toll. Ich weiß noch, dass wir ein Lesetagebuch dazu machen mussten und die Geschichte war einfach nur schön. Ich liebe Tiergeschichten.

Ben liebt Anna – Peter Härtling. Die erste Liebesgeschichte, die ich je gelesen habe. Und ich lese total gerne Liebesgeschichten. (Ich weiß, es macht den Eindruck, dass ich alles gerne lese, aber so ist es ja auch) Ich fand dieses Buch einfach nur toll und habe es nach dem Studium sogar nochmal gelesen, weil es einfach nur so süß ist.

Madita – Astrid Lindgren. Von dieser Autorin ist einfach alles toll. Allerdings muss ich zugeben, dass ich die meisten Bücher nie gelesen habe, weil wir sie nicht besitzen. Aber dieses besitze ich noch immer und ich fand es toll. Madita ist verrückt. Wer sonst springt mit einem Regenschirm vom Schuppen oder bringt seine Schwester dazu sich Erbsen in die Nase zu stecken. Schon alleine wegen diesem Buch wollte ich auch immer eine Schwester haben.

Rico, Oskar und die Tieferschatten – Andreas Steinhöfel. Auch das Buch habe ich erst im Studium gelesen, aber es ist so niedlich. Rico hat eine blühende Fantasie (und ich glaube aus Erwachsenensicht hat er ein geistiges Defizit). Genau das macht ihn unglaublich liebenswert und sein Leben sehr aufregend. Mittlerweile gibt es wohl noch mehr Geschichten über ihn, aber die Jagd nach den Tieferschatten, erinnert hat einen Kinderkrimi.

Welche Bücher habt ihr als Kinder geliebt? Was habt ihr gelesen? Was hättet ihr vielleicht gern gelesen? Was lesen Kinder heutzutage? Ich hoffe, ich konnte euch ein bisschen erfreuen und unterhalten und ich freu mich auf eure Kommentare.

Wurminfo

Hallo Liebe Leute, ich fand, dass es mal wieder Zeit ist, euch was Schönes zu schreiben.

buecherwurm

Ich habe mich irgendwie schwer getan über dieses Buch zu schreiben. Ich habe es schon vor einer Weile fertig gelesen, aber irgendwie war ich sehr unschlüssig, was ich davon halten soll. Mal abgesehen davon, dass es absolut nicht zu Büchern gehört, die ich freiwillig lesen würde, beruht es auch noch auf einer wahren Geschichte.

Kennt jemand von euch “Die Welle“? Nationalsozialismus ist überhaupt nicht mein Thema. Aber es ist ja doch ein Klassiker und deswegen habe ich es auch gelesen.

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Fangen wir mal mit dem Inhalt an. Ein junger übermotivierter Geschichtslehrer behandelt das Thema Nationalsozialismus in der Klasse und zeigt einen ziemlich heftigen Film dazu. Seine Schüler sind zwar ergriffen von dem, was sie sehen, aber sie können es nicht verstehen. Sie glauben nicht, das so etwas wirklich möglich ist und auch heute noch klappen würde. Er versucht ihnen zu erklären, was für die Deutschen so faszinierend am Faschismus war, aber trotzdem glauben die Schüler, dass ihnen so was nie passieren würde.

Dazu kommt, dass der Lehrer von der generellen Haltung der Klasse frustriert ist, und dass er das Gefühl hat, nicht zu seinen Schülern durchdringen zu können. Also hat er eine Idee. Er gründet die Welle. In der Welle sind alle gleich, alle sind diszipliniert und alle versuchen die Grundsätze der Welle auch nach außen hin zu vertreten.

Es funktioniert. Die Schüler sind Feuer und Flamme und sie glauben, dass die Grundsätze auch außerhalb der Klasse etwas bewirken könnten.

Und so gerät das Ganze außer Kontrolle. Die Welle breitet sich aus und der Lehrer hat eigentlich kaum noch Einfluss darauf, auch wenn er offiziell der Führer ist und alles nur auf seine Anordnungen hin geschieht. Nach vier Tagen gibt es negative Auswirkungen. Jemand wird verprügelt, Schüler werden bedroht, wenn sie der Welle nicht beitreten wollen und alle scheinen einfach nur ziemlich kopflos zu handeln.

Also wird der Lehrer gezwungen, das Projekt abzubrechen.

Soviel zum Inhalt. Weitestgehend ist ja bekannt, worum es geht, allerdings nur durch den Film, der vor ein paar Jahren rauskam, mit Jürgen Vogel. Ich habe den Film schon mal irgendwann gesehen und als ich jetzt das Buch gelesen hab, hab ich mir den Trailer nochmal angeguckt. Soweit ich das beurteilen kann, übertreibt der Film sehr stark, aber so ist es eben in Hollywood.

Am Ende der Ausgabe, die ich hatte, hat sich der Lehrer, der das Experiment in der Realität durchgeführt hat, zu den Geschehnissen geäußert. Das fand ich ziemlich interessant, weil ich das Buch nicht so krass fand, wie ich erwartet hatte.

Im Großen und Ganzen muss ich zugeben, dass mich das Buch positiv überrascht hat. Rhue kann sehr spannend schreiben, auch wenn die Geschichte eigentlich seichter war, als gedacht. In jeder freien Minute habe ich noch gelesen und auch wenn es nur 5 Minuten werden sollten, hatte ich noch schnell 70 Seiten gelesen, bevor ich ins Bett gegangen bin. Die Mischung aus dem, was man sich durchaus vorstellen kann und dem, was man dann doch für unrealistisch hält, ist extrem gut gelungen.

Alles in allem muss ich den Buch ein großes Lob aussprechen, auch wenn mich solche Themen nicht unbedingt interessieren. Ich weiß nicht, ob ich es wirklich gerne in der Schule gelesen hätte, aber weiterempfehlen würde ich es an fast alle Altersgruppen.

Top Ten Tuesday

Hallo liebe Leseratten!

Es ist Mittwoch und das bedeutet, dass ich wohl mal wieder die Zeit aufbringen muss, euch was schönes zu schreiben. Das ist gar nicht immer so einfach, wenn man kaum noch Zeit zum Lesen hat und wenn die Amerikaner uns keine anständigen Vorlagen mehr liefern.

Die haben zwar gestern gebloggt, allerdings keine Top-Ten-Liste. Stattdessen haben sie eine Art Assoziationsspiel gespielt, dass mein deutsches Kleinhirn nicht so ganz kapiert hat. Also habe ich mir mal wieder etwas eigenes einfallen lassen.

Ich präsentiere den Top-Ten-Tuesday, heute mit: Büchern, an die ich mich ran traue.

BuecherMitKatze

Wer kennt das nicht? Man besitzt ein Buch und es steht ewig im Regal ohne, dass man es liest. Heute gebe ich euch also einen Einblick in mein Bücherregal.

1. Oliver Twist – Charles Dickens. Wie ihr seht, fange ich ganz klassisch an (ich liebe Wortspiele) Ich habe ein überaus große Klassikersammlung, weil sich das so gehört als Germanistin, aber nicht alles habe ich gelesen. Dickens ist mir nicht unbekannt, aber ich muss auch zugeben, dass manches nicht mein Fall war. Deswegen steht “Oliver“ und einige andere Werke von ihm immer noch ungelesen in meinem Regal.

2. Unter Freunden – Joanna Trollope. Ein Geschenk, wie viele andere. Bücher, die ich geschenkt bekomme, stammen oft aus Ramschkisten und damit sind sie bei mir schon unten durch. Mal im Ernst, wenn es ein gute Buch ist, warum kauft es dann keiner zum vollen Preis? Ich besitze schon Bücher aus solchen Kisten, aber oft waren die wirklich nicht gut, oder sie haben beim Öffnen des Kartons einen Schnitt abgekommen. Aber irgendetwas stimmt mit ihnen meist nicht.

3. Die toten Seelen – Nikolai W. Gogol. Rorys Leseliste ist fatal. Ich habe noch nie in meinem Leben ein Buch von einem russischen Autor gelesen und auch dieses besitze ich eben nur, weil Rory es gelesen hat und es mir mal billig über den Weg gelaufen ist. Aber seitdem ich es gekauft habe, liegt es nur im Regal…

4. Wir Kinder vom Bahnhof Zoo – Christiane F. Und noch ein Geschenk, aber in dem Fall ist das nicht der Grund, warum ich es nicht lese. Viel mehr liegt es daran, dass mein Bruder eines Tages den Film mit mir gucken wollte und ich mich nur noch teilweise daran erinnern kann. Dafür gibt es nur 2 mögliche Erklärungen: !: Ich bin mittendrin gegangen, weil es so grausam war. Oder 2. Ich habe es verdrängt, weil es grausam war. Und mit grausam meine ich nicht schlecht, sondern einfach nur ekelhaft und viel zu realistisch.

5. Mitternachtsfalken – Ken Follett. Was muss ich da noch sagen? Schon alleine wegen der Seitenzahl kosten mich seine Bücher immer ein bisschen Überwindung. Auch wenn ich am Ende immer wieder positiv überrascht bin.

6. Der abenteuerliche Simplizissimus – Grimmelshausen. Ich erspar euch seinen langen Vornamen. Aber der Titel schreckt schon ab, oder geht das nur mir so? Noch ein Klassiker. Und diesmal einer, wo ich wirklich niemanden (der keine Professur in Literaturgeschichte hat) kenne, der es gelesen hat. Ich weiß nicht mal so genau, warum ich es besitze. Flohmärkte machen mich einfach immer ein bisschen wahnsinnig und ich kaufe Dinge, die ich nicht brauche.

7. Die Hannibal Lecter Romane – Thomas Harris. Ich bin ehrlich. Ich habe Angst. Ich kenne es fast nur vom Hören-Sagen und habe “Das Schweigen der Lämmer“ gesehen. Als ich es gekauft habe, hatte ich gerade einen Engpass an Lesematerial. Aber so eng, dass ich dieses Buch gelesen habe, war es dann doch nicht. Und so eng, war es auch bis heute noch nicht…

8. Die Romane – Thomas Bernhard. Damit habe ich wenigstens schon angefangen. Ein paar der Romane habe ich schon gelesen, aber noch lange nicht alle. Und ich habe ja in meinem vorletzten (?) Blog schon beschrieben, wie das mit Bernhard so ist. Man muss sich immer erstmal aufraffen.

9. Zweimal lebenslänglich – Ronald Cotton. Nach einer wahren Begebenheit… Wenn es schon so heißt, bin ich vorsichtig. Ich muss dafür in Stimmung sein. Und seit dem Kauf dieses Buches, war ich das irgendwie noch nicht.

10. Faust II – Johann W. v. Goethe. Den ersten habe ich in der Schule gelesen und ich fand es gut (steinigt mich). Aber an den 2. Teil habe ich mich noch nicht so richtig ran getraut. Ich weiß nicht mal wieso. Vielleicht versteh ich nicht alles zu 100%, aber ich denke, es würde mir gefallen.

Was sagt ihr zu meiner Liste? Habt ihr vielleicht was davon gelesen? Habt ihr auch was im Schrank stehen, was euch Angst macht? Habt ihr selbst schon mal ein Buch gelesen, dem ihr zwigespalten gegenüberstandet? Wie war es dann am Ende?

Ich bin sehr gespannt auf eure Erfahrungen. Ansonsten wünsche ich euch einen schönen Tag.

Top Ten Tuesday

Ich bin ein ehrlicher Mensch. Ich hätte gestern die Zeit dafür gehabt und ich habe auch schon mal bei den Amerikanern geguckt, was es so gab, aber ich war einfach einfallslos.
Soweit ich es verstanden habe, ging es lediglich um „Bücher für Leute die….. lieben.“ Words for Worms haben sich auf eine Fernsehserie bezogen, die mir vollkommen unbekannt ist, allerdings ein bisschen verrückt klingt.

Und ich bin verrückt und manchmal egoistisch. Also möchte ich heute Bücher vorstellen, die Leuten gefallen, die mich mögen ;). Man könnte allerdings auch sagen: Bücher für Verrückte.

BuecherMitKatze

Holzfällen – Thomas Bernhard. Wer diesen Autor kennt und mag, muss einfach ein bisschen verrückt sein. Wie verrückt muss man also sein, um eine Bachelorarbeit über ihn zu schreiben? An dieser Stelle möchte ich zugeben, dies getan zu haben. Niemals wieder hat mich ein 150 Seiten Monolog so begeistert „… dachte ich, auf dem Ohrensessel sitzend.“ Kein Satz hat sich mir je wieder so ins Hirn gebrannt. Um dieses Buch zu lesen, muss man verrückt sein, um es zu mögen erst recht und um es nochmal zu lesen, muss einem mehr als eine Rille fehlen. Vielen Dank an alle die trotzdem Verständnis für mich haben.

Die dampfenden Hälse der Pferde im Turm zu Babel – Franz Fühmann. Schon der Titel ist verrückt und soweit ich mich an dieses Epos meiner Kindheit zurückerinnern kann, hat er noch nicht einmal was mit dem Inhalt des Buches zu tun. aber es hat mich begeistert und bei keinem anderen Buch habe ich mich so sehr über die deutsche Sprache amüsiert.

Kleine Drachen sind eben so – Andrea Schwarz. Für dieses Buch muss man einfach noch ein bisschen Kind sein. Man kann soviel über sich und das Leben lernen, wenn man sich darauf einlässt, aber wer tut das schon? Ich habe es geliebt. Ich habe es wahrscheinlich öfter als jedes andere Buch gelesen. Und ich würde es nie wieder hergeben. Also liebe Leute, die ihr mich zu mögen behauptet. Lest dieses Buch und seht das Leben mit meinen Augen.

Arme Dinger –  Alasdair Gray. Dieses Buch ist so verrückt, dass man es nach dem Lesen erstmal eine ganze Zeit gar nicht mehr aus dem Kopf bekommt, und dann einfach verdrängt, worum es eigentlich ging. Aus diesem Grund musste ich gerade nochmal googlen, was da eigentlich so verrückt war. Aber ein Arzt, der eine Frau einfach erschafft, um nicht mehr alleine zu sein, ist durchaus verrückt. Genie und Wahnsinn liegen ja bekanntlich nah beieinander.

Buttermilchküsse – Jaclyn Moriarty. Eine absolut geniale Geschichte, die öfter mal in meinen Listen vorgekommen ist. Ich möchte nicht zu viel sagen, aber es ist eine verrückte Geschichte, über eine verrückte Familie und als es mir empfohlen wurde, habe ich eigentlich die ganze Zeit gedacht, was für ein Käse. Aber das Ende ist große Klasse und das ganze Buch im Rückblick einfach nur zuckersüß, wunderschön und unglaublich.

Moby Dick – Herman Melville. Ein absoluter Klassiker und eigentlich gar nicht besonders. Aber es zu lesen, ist für viele dann doch schon ziemlich verrückt. Ich habe es gelesen und ich sehe jeden als ebenbürtig an, der solch einen Klassiker gelesen hat. Und wenn ich jetzt sage, dass mir die Passion von Kapitain Ahab total imponiert hat, findet ihr mich wahrscheinlich einfach unheimlich.

Ich denke für heute, werde ich es dabei belassen. Das war nun genug verrücktes für einen Tag. Ich könnte noch ein paar verrückte Bücher aufzählen, die sogar für mich zu viel sind. Rosemarys Baby, Wir Kinder vom Bahnhof Zoo, Kein Land für alte Männer und solche Dinge eben. Aber es sollten ja erstmal Bücher sein, die mir auch gefallen.
Ich hoffe es hat euch gefallen. Vielleicht nehmt ihr meine Vorschläge als Anregungen. Vielleicht kennt ja der ein oder andere auch etwas von dem, was ich aufgezählt habe. Wie immer freue ich mich sehr auf euer Feedback.

Liebe Grüße, Studentscribbling.

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Einmal Rampenlicht bitte….

Hallo liebe Fangemeinde,

denen, die mich vielleicht sogar privat kennen, wird diese Überschrift eventuell bekannt vorkommen. Allen die im Sommer dabei waren, möchte ich gleich sagen: Nein, jetzt kommt nicht nochmal das gleiche. Ihr dürft gern weiterlesen! Es soll um etwas anderes vollkommen anderes gehen.

Naja vielleicht hat es schon ein bisschen was miteinander zu tun, aber jetzt ist Schluss mit Insidern und ich komme zum Punkt: Wie macht man seinen Blog berühmt?

Natürlich bin ich über jeden unglaublich froh, der sich ab und zu auf meine Seite verirrt, der hier vielleicht sogar ein bisschen was liest und dem es unter Umständen gefällt. Aber wahrscheinlich bin ich in der riesigen WordPress-Welt ein ziemlich kleines Licht. Ich habe nach wie vor andere Mittel und Wege, meine Brötchen zu verdienen und wenn ich am Tag 20 Aufrufe habe, dann ist das enorm viel. Mit großen Youtube-Stars wie LeFloid oder Gronkh kann ich definitiv nicht mithalten, aber auch in der schriftlichen Blogwelt kennt mich kaum jemand.
Aber wie kann man wirklich jemand werden, der auch außerhalb seines Freundeskreises jemand ist? Wahrscheinlich muss man was können. (Darüber möchte ich mir in meinem Fall kein Urteil erlauben, aber Klagen habe ich bisher nicht gehört) Dann muss man wahrscheinlich auch ein großes Publikum ansprechen, mit dem was man tut (Das tue ich wahrscheinlich eher nicht, aber das hat Kurt Cobain auch nicht).
Ich habe allerdings eine weitere Methode entdeckt. Ob ich sie anwenden möchte, weiß ich nicht, aber ich möchte euch kurz davon erzählen.

Eine Zeitlang war ich ziemlich aktiv dabei Fan zu werden, von Leuten (A-Z Promis) die ich mag und da habe ich eben eine solche Seite geliked. Im Normalfall findet man auf diesen Seiten Informationen über Auftritte, Fotos, Videos, eben irgendwas was mit dem Künstler zu tun hat (Man kann ja nicht ernsthaft davon ausgehen, dass der Promi selbst so eine Seite betreibt).
Egal in einem Fall haben sich zwar durchaus Fotos finden lassen, allerdings in Verbindung mit einem Blog über allerlei Zeug aus dem täglichen Leben. Filme, Freunde, Liebe. Ab und zu vielleicht in Verbindung mit Serien des Stars aber im Grunde hat da ein Blogger einfach nur eine Fanseite erstellt und postet da seinen Blog. Ich muss zugeben, dass ich hin und wieder lese, was dort geschrieben wird, aber trotzdem ist es vorgaukeln falscher Tatsachen.

Eine Interessante Idee, für mich allerdings ein bisschen zu unehrlich. Ich möchte, dass die Leute mein Zeug lesen, weil es ihnen gefällt, weil sie irgendwie davon gehört haben, oder weil sie etwas suchen, über das ich tatsächlich geschrieben habe.

Heute ist also eure Chance zu sagen, was ihr über meinen Blog so denkt. Wieso lest ihr, was ich schreibe, wie seid ihr drauf gekommen? Kennt ihr mich persönlich, oder vielleicht auch nicht? Ich wäre sehr gespannt, all diese Dinge zu wissen.

Mit vielen freundlichen Grüßen, studentscribbling.